Diesel-Manipulation bei Wohnmobilen: Erster Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei IVECO – was jetzt auf Sie zukommt!

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ aus Oktober 2020 sollen in Deutschland 200.000 Fahrzeuge und Wohnmobile von Fiat und dem italienischen Nutzfahrzeug-Hersteller Iveco von Manipulationen an der Abgasreinigung betroffen sein. Jetzt hat das KBA gehandelt und einen ersten Rückruf erlassen, der auf der Webseite des KBAs in der Rückrufdatenbank veröffentlicht ist:

Hintergrund des Rückrufs ist laut dem KBA eine „mangelhafte Software, durch die sich die Abgasreinigung verschlechtert“.

Dr. Rogert: „Nach unseren Erkenntnissen handelt es sich um eine zeitabhängige Abschaltung der Abgasreinigung nach ca. 22 Minuten. Hintergrund: Ein Abgastest dauert etwa 20 Minuten, so lange bleibt die Abgasreinigung aktiv, um die Einhaltung der Grenzwerte auf dem Prüfstand vorzugaukeln. Es dürfte sich dabei um eine illegale Abschalteinrichtung handeln, die uns so auch bei anderen Herstellern im Abgasskandal bereits bekannt geworden ist.“

Als Verbraucher sollten Sie sich nicht einschüchtern lassen und
jetzt erst recht klagen!

Erster Rückruf im Wohnmobil-Abgasskandal – Reisemobil-Inhaber sollten jetzt genau abwägen

Halter von Fahrzeugen auf Basis des Iveco Daily mit einem „Heavy Duty“-Motor und dem Motorcode F1C sollten in der Werkstatt vorstellig werden.

Besitzer von Wohnmobilen mit diesen und ähnlichen Motoren droht nun ein durch das KBA angeordneter, verpflichtender Rückruf mit dem Risiko einer Stilllegung.

Es handelt sich um Transporter aus den Jahren 2016 bis 2019. Entsprechende Motoren werden laut Iveco auch bei folgenden Wohnmobil-Marken verwendet: Bimobil, Bocklet, Concorde, Dethleffs, Laika, Morelo, Niesmann+Bischoff, Pilote, Phoenix, Woelcke.

Schadensersatzanspruch wegen Dieselmanipulation – Fiat Fahrer sollten jetzt handeln!

Viele betroffene Inhaber von Wohnmobilen setzen ihre Rechte bereits gerichtlich durch und klagen auf Rückabwicklung, also Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Fahrzeugs.

Dr. Rogert: „Das ist nach unserer Auffassung die beste Art des Schadensersatzes. Denn viele unserer Mandanten haben uns in den sechs Jahren, die wir im Abgasskandals tätig sind, immer wieder darüber berichtet, dass nach dem Aufspielen eines Software-Updates Schäden am Fahrzeug aufgetreten sind. Motor- und Getriebeprobleme, Schäden im Abgaskühlsystem, Kontrollleuchten, die regelmäßig Störungen anzeigen, Leistungsverlust bei gleichzeitig höherem Sprit-Verbrauch, um nur einige zu nennen.“

Gerade im Hinblick auf den hohen Kaufpreis und meist erhebliche Kosten für Sonderausstattungen und Umbauten, für die die Betroffenen oft lange gespart haben, und das Risiko einer Stilllegung oder von Schäden nach einem Software-Update auf lange Sicht, sollten Inhaber betroffener Fahrzeuge nicht zögern, jetzt Schadensersatz zu verlangen. Lassen Sie sich von einem Anwalt dazu beraten!

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