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Ansprüche im niederländischen Hafenzentrum durchsetzen
Transportschaden, Haftungsstreit oder Vertragskonflikt mit einem niederländischen Spediteur oder Frachtführer? Im internationalen Güterverkehr über Amsterdam sind rechtliche Auseinandersetzungen komplex – das niederländische Recht, europäische Regelwerke und internationale Konventionen greifen ineinander. Rogert & Ulbrich, Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB, beraten und vertreten Unternehmen im Transportrecht für Amsterdam: national, europäisch und international, außergerichtlich wie vor Gericht. Wir setzen Ihre Ansprüche durch.
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3Amsterdam als Logistikdrehscheibe
Warum das Transportrecht hier eine eigene Rolle spielt
Amsterdam ist nicht nur eine der bekanntesten Städte Europas, sondern auch ein zentraler Umschlagpunkt für Güter aus aller Welt. Der Hafen Amsterdam gehört zu den größten Importhäfen Nordwesteuropas – Kakao, Kohle, Mineralien, Agrarprodukte und Maschinen laufen hier täglich in großem Umfang um. Dazu kommt der Flughafen Schiphol als einer der wichtigsten Cargo-Umschlagplätze Europas sowie ein dichtes Netz an Straßen und Wasserstraßen, das Amsterdam direkt mit Deutschland, Belgien und Frankreich verbindet.
Für Unternehmen, die diese Wege nutzen, hat das eine konkrete Konsequenz: Kommt es zu einem Schadensfall, einem Streit über Haftung oder einer unerwarteten Rechnung, gilt nicht einfach deutsches Recht. Je nachdem, wie und wo die Ware transportiert wurde, kommen internationale Verträge, niederländisches Recht oder eine Kombination aus beidem ins Spiel.
Das niederländische Recht und was es für Sie bedeutet
Die Niederlande haben ein eigenständiges Handels- und Transportrecht. Es ähnelt dem deutschen in manchen Punkten, weicht aber in entscheidenden Details ab – zum Beispiel bei Fristen, bei der Wirksamkeit von AGB oder bei der Frage, wer im Schadensfall beweispflichtig ist. Wer als deutsches Unternehmen mit niederländischen Spielregeln nicht vertraut ist, riskiert, berechtigte Ansprüche zu verlieren, obwohl der Fall eigentlich gewinnbar wäre.
Warum Transporte über Amsterdam rechtlich so komplex sind
Viele Transporte, die über Amsterdam laufen, kombinieren mehrere Verkehrswege: Ein Schiff bringt die Container in den Hafen, ein LKW fährt sie weiter nach Deutschland, vielleicht war noch ein Binnenschiff auf dem Nordseekanal beteiligt. Jeder dieser Wege hat eigene Haftungsregeln. Wenn auf einem solchen kombinierten Transport ein Schaden entsteht, ist die erste Frage nicht „Wer haftet?“, sondern: „Welches Recht gilt hier überhaupt?“ Und diese Frage ist alles andere als einfach zu beantworten.
Sie haben einen Transportschaden mit Bezug zu Amsterdam und wissen nicht, wie Sie vorgehen sollen? Lassen Sie die Rechtslage frühzeitig prüfen – Fristen laufen schnell ab.
Wir kümmern uns um Ihren Fall – schnell & engagiert.
Welche rechtlichen Regeln gelten bei Transporten über Amsterdam?
Das hängt davon ab, welchen Weg die Ware genommen hat. Das niederländische Transportrecht unterscheidet zwischen fünf Bereichen:
- Multimodaler Transport: Wenn mehrere Verkehrswege kombiniert werden, entstehen besondere Haftungsfragen – vor allem dann, wenn nicht klar ist, wo auf der Strecke der Schaden entstanden ist.
- Straßentransport: Grenzüberschreitende LKW-Transporte zwischen Deutschland und den Niederlanden unterliegen der CMR-Konvention – einem internationalen Vertrag mit eigenen Haftungsregeln und Fristen.
- Seefracht: Für Güter, die per Schiff über den Hafen Amsterdam transportiert werden, gelten die Haager-Visby-Regeln und das niederländische Seehandelsrecht.
- Binnenschifffahrt: Transporte auf dem Nordseekanal oder den Amsterdamer Wasserstraßen fallen unter das CMNI-Übereinkommen und ergänzendes niederländisches Recht.
- Luftfracht: Für den Frachtverkehr über Schiphol gilt das Montrealerer Übereinkommen.
Nicht sicher, welche Regeln für Ihren Transport gelten? Wir klären das für Sie.
Die Fenex-Bedingungen
Was niederländische Spediteure in ihre Verträge schreiben
Nahezu alle großen niederländischen Spediteure arbeiten auf Basis der sogenannten Fenex-Bedingungen – das sind deren Standard-AGB. Diese Bedingungen schränken die Haftung des Spediteurs erheblich ein und setzen kurze Fristen für Reklamationen. Viele deutsche Auftraggeber kennen diese Bedingungen nicht und merken erst im Schadensfall, was sie stillschweigend akzeptiert haben.
Das bedeutet aber nicht, dass man damit nichts anfangen kann. Zum einen müssen die Fenex-Bedingungen überhaupt wirksam in den Vertrag einbezogen worden sein. Zum anderen gibt es Situationen, in denen sie nicht greifen – etwa wenn dem Spediteur schweres Verschulden nachgewiesen werden kann. In Deutschland sind die entsprechenden Bedingungen übrigens als ADSp bekannt; beide Regelwerke haben Ähnlichkeiten, unterscheiden sich aber in wichtigen Details.
Haben Sie einen Speditionsvertrag mit niederländischem Partner und stehen vor einem Schadensfall? Lassen Sie prüfen, ob die Fenex-Bedingungen in Ihrem Fall überhaupt wirksam sind.

Die CMR-Konvention: Was sie bedeutet, wenn Ihre Ware per LKW über Amsterdam transportiert wird
Für die meisten LKW-Transporte zwischen Deutschland und den Niederlanden gilt automatisch die CMR-Konvention – ein internationaler Vertrag, dem fast alle europäischen Staaten beigetreten sind. Sie legt einheitlich fest, wie Spediteure und Frachtführer haften, wie Schäden zu melden sind und wie lange Sie Zeit haben, Ansprüche geltend zu machen.
Was die CMR über die Haftung des Spediteurs sagt
Die CMR begrenzt, wie viel ein Spediteur im Schadensfall zahlen muss. Die Grenze liegt bei 8,33 Sonderziehungsrechten pro Kilogramm beschädigter oder verlorener Ware – das ist eine internationale Währungseinheit, die in Euro ungefähr bei 10 bis 12 Euro pro Kilogramm liegt. Klingt zunächst nach viel, ist es aber oft nicht: Wer hochwertige Elektronik, Maschinen oder Pharmaprodukte transportiert, bekommt nach dieser Regel möglicherweise nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Warenwerts ersetzt.
Den vollen Schaden erstattet bekommt man nur, wenn man dem Spediteur nachweist, dass er den Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat – was die CMR als „dem Vorsatz gleichstehendes Verschulden“ bezeichnet. Das ist der sogenannte Art. 29 CMR, auf den wir im nächsten Abschnitt eingehen.
Wann der Haftungsdeckel der CMR fällt: Art. 29 CMR
Es gibt eine Ausnahme, bei der die Haftungsgrenzen der CMR komplett aufgehoben werden: wenn der Spediteur oder seine Leute leichtfertig gehandelt haben und dabei wussten – oder hätten wissen müssen – dass durch ihr Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schaden entstehen würde. In diesem Fall haftet der Spediteur unbegrenzt, also für den vollen Warenwert.
Typische Beispiele: Der Fahrer schaltet die Kühlung eines Kühlfahrzeugs ab, obwohl er weiß, dass temperatursensible Waren geladen sind. Oder die Ladung wird trotz ausdrücklicher Anweisung nicht gesichert und rutscht beim Transport. Oder ein offensichtlich defektes Fahrzeug wird dennoch eingesetzt. Den Beweis für dieses schwere Verschulden müssen Sie als geschädigte Partei erbringen – das ist anspruchsvoll, aber möglich. Rogert & Ulbrich hat Erfahrung darin, solche Argumente aufzubauen und vor Gericht durchzusetzen.
Weitere Informationen zum qualifizierten Verschulden nach Art. 29 CMR finden Sie hier.
Fristen im Transportrecht: Wer zu spät handelt, verliert seinen Anspruch
Die CMR setzt kurze Fristen, und wer sie verpasst, verliert seinen Anspruch – egal wie eindeutig der Schaden ist. Sichtbare Schäden müssen bei Übergabe der Ware sofort gerügt werden. Für Schäden, die erst beim Auspacken sichtbar werden, haben Sie sieben Tage. Für Verspätungsschäden ebenfalls sieben Tage ab dem Tag, an dem die Ware beim Empfänger angekommen ist. Die Verjährungsfrist beträgt in der Regel ein Jahr – bei nachgewiesenem schwerem Verschulden drei Jahre.
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Haftung und Schadensersatz bei Transportschäden für Amsterdam
Ein Transportschaden ist ärgerlich. Noch ärgerlicher ist es, wenn der Spediteur zahlen müsste, es aber nicht tut – weil die Dokumentation fehlt, die Frist verpasst wurde oder die falsche Partei angeschrieben wurde. Diese drei Probleme lassen sich verhindern, wenn man weiß, worauf es ankommt.
Beweise sichern, bevor Sie die Ware annehmen
Das Wichtigste nach einem Schadensfall: Dokumentieren Sie den Schaden, bevor Sie irgendetwas weiterverarbeiten oder auspacken. Fotos vom Zustand der Verpackung, schriftliche Schadensmeldung auf dem CMR-Frachtbrief oder Lieferschein, im besten Fall ein Sachverständigengutachten. Wer das nicht tut, hat später oft das Nachsehen – der Spediteur wird sagen, der Schaden sei erst nach der Lieferung entstanden.
Wer haftet: Spediteur oder Frachtführer?
In der Praxis gibt es einen häufigen Streit: Der Spediteur sagt, er sei nur Vermittler gewesen und habe die Ware selbst nicht transportiert. Der eigentliche Frachtführer ist schwer erreichbar oder sitzt im Ausland. Tatsächlich gibt es aber Situationen, in denen ein Spediteur rechtlich wie ein Frachtführer behandelt wird – nämlich dann, wenn er selbst den Transport übernommen hat, auch wenn er dafür Subunternehmer eingesetzt hat. Diese Abgrenzung ist ein klassischer Streitpunkt, den Rogert & Ulbrich kennt und zu Ihren Gunsten zu nutzen weiß.
Verdeckte Transportschäden: Wenn der Schaden erst später sichtbar wird
Besonders heikel sind sogenannte verdeckte Transportschäden: Die Ware sieht bei Anlieferung von außen in Ordnung aus, aber beim Auspacken oder beim Einschalten der Maschine stellt sich heraus, dass etwas beschädigt ist. In solchen Fällen gelten eigene Fristen für die Schadensmeldung. Wer diese verpasst, verliert seinen Anspruch – selbst wenn eindeutig ist, dass der Schaden während des Transports entstanden sein muss.
Vertragsgestaltung mit niederländischen Spediteuren
Was Sie vorher wissen sollten
Wer regelmäßig über Amsterdam transportiert, sollte sich nicht nur mit Schadenfällen beschäftigen, sondern auch mit dem Vertrag, der dem Transport zugrunde liegt. Denn viele Probleme entstehen nicht während des Transports, sondern schon davor – nämlich dann, wenn ein ungenügend geprüfter Speditionsvertrag unterschrieben wird.
Gerichtsstand: Wo wird im Streitfall geklagt?
Steht im Vertrag, dass im Streitfall ausschließlich ein Gericht in Amsterdam oder Rotterdam zuständig ist, müssen Sie im Ernstfall in den Niederlanden klagen. Das bedeutet: niederländischer Anwalt, niederländisches Verfahren, möglicherweise auf Niederländisch – und das alles auf Ihre Kosten. Solche Klauseln sind verbreitet und lassen sich oft vermeiden oder anfechten, aber nur wenn man sie kennt, bevor man unterschreibt.
Fenex gegen ADSp: Wenn zwei AGB-Welten aufeinandertreffen
In Deutschland arbeiten Spediteure üblicherweise auf Basis der ADSp – das sind die Allgemeinen Deutschen Spediteur-Bedingungen. In den Niederlanden sind es die Fenex-Bedingungen. Beide schränken die Haftung ein, tun das aber auf unterschiedliche Weise. Wenn ein deutsches Unternehmen mit einem niederländischen Spediteur einen Vertrag schließt, ohne zu klären, welche AGB gelten sollen, kann es im Schadensfall zu einem erbitterten Streit darüber kommen, welche Bedingungen überhaupt anwendbar sind. Rogert & Ulbrich kennt beide Regelwerke und hilft, solche Konflikte von vornherein zu vermeiden.
Neuen Vertrag mit einem niederländischen Spediteur in der Hand? Lassen Sie ihn prüfen, bevor Sie unterschreiben.
Demurrage und Detention
Wenn der Container am Hafen stehen bleibt
Im Containerverkehr über Amsterdam taucht immer wieder ein spezifisches Problem auf: sogenannte Demurrage- und Detentionsgebühren. Das sind Standkosten, die Reedereien oder Terminalbetreiber in Rechnung stellen, wenn Container länger als vereinbart am Terminal stehen oder nicht rechtzeitig zurückgegeben werden. Diese Rechnungen können schnell mehrere Tausend Euro betragen – und sie sind oft nicht gerechtfertigt.
Warum Demurrage-Rechnungen häufig falsch sind
Der Empfänger wird zu spät über die Ankunft des Containers informiert. Der Terminal selbst hat Verzögerungen verursacht. Die Freifristen im Vertrag wurden falsch berechnet. Oder die Rechnung bezieht sich auf Zeiträume, in denen der Container gar nicht mehr unter Ihrer Kontrolle war. All das sind Günde, warum Demurrage-Forderungen rechtlich angreifbar sind. Rogert & Ulbrich prüft, ob und in welchem Umfang eine solche Rechnung gegen Sie berechtigt ist.
Demurrage-Rechnung erhalten? Zahlen Sie nicht, bevor die Berechtigung geprüft wurde.
Multimodaler Transport über Amsterdam
Wenn der Schaden irgendwo auf der Strecke entstand
Immer mehr Güter, die über Amsterdam laufen, werden auf mehreren Wegen transportiert: per Schiff in den Hafen, per Binnenschiff über den Nordseekanal, dann per LKW weiter nach Deutschland. Solche kombinierten Transporte nennt man multimodal. Sie sind praktisch – aber sie schaffen eine rechtliche Herausforderung, die in der Praxis häufig unterschätzt wird.
Das Problem: Wenn auf einem solchen Transport ein Schaden entsteht und niemand genau sagen kann, wo – ob auf dem Schiff, im Hafen oder auf dem LKW –, dann ist unklar, welches Regelwerk gilt. Und das ist nicht egal: Je nach Transportabschnitt könnte das CMR-Recht, das Seefrachtrecht oder das Binnenschifffahrtsrecht anwendbar sein, mit je eigenen Haftungsgrenzen und Fristen.
Für genau diesen Fall – wenn der Schadensort nicht eindeutig festgestellt werden kann – gibt es besondere rechtliche Regeln. Sie besagen vereinfacht: Wenn klar ist, auf welchem Teilabschnitt der Schaden am wahrscheinlichsten entstanden ist, gilt das Recht dieses Abschnitts. Wenn das auch nicht klar ist, greifen Auffangregelungen, die das für den Geschädigten günstigste Ergebnis ansteuern sollen. Welche Variante in Ihrem Fall gilt und wie man das zu Ihren Gunsten nutzt, ist eine Frage, die spezialisierte Anwälte beantworten können.
Schaden auf einem Streckenabschnitt mit mehreren Verkehrswegen? Je früher wir uns die Transportkette ansehen, desto besser die Ausgangslage.
FAQs – Häufig gestellte Fragen zum Transportrecht für Amsterdam
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Wir vertreten Ihre Interessen außergerichtlich bei Verhandlungen mit Frachtführern, Spediteuren und Versicherungen ebenso wie vor deutschen und europäischen Gerichten. Ob Haftungsstreit nach CMR, Demurrage-Forderung aus dem Seefrachtverkehr, Fenex-AGB-Analyse oder Vertragsgestaltung für den niederländischen Markt: Wir kennen die Schnittstellen zwischen deutschen, niederländischen und internationalen Regelwerken. Rogert & Ulbrich arbeitet mehrsprachig und verfügt über langjährige Erfahrung in der Bearbeitung komplexer Transportsachverhalte mit Bezug zu Amsterdam und den niederländischen Häfen.
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