Betrüger nutzen aus, dass auf Blockchains wie Ethereum, BNB Chain, Tron oder Solana jeder in Minuten einen eigenen Token erzeugen kann, mit frei wählbarem Namen, Kürzel und Logo. Eine Pflicht zur Eindeutigkeit gibt es nicht.
Sie erstellen also einen Token namens „USDT” oder „Tether USD” und schicken ihn an die Wallet des Opfers. Im Wallet oder Explorer erscheint dann ein Guthaben in Millionenhöhe. Der Token ist aber wertlos: keine Börsenlistung, keine Liquidität, kein Marktpreis, meist nur zwei Holder.
Typisches Muster: Opfer investiert echtes Geld, Plattform zeigt Scheingewinne, statt Auszahlung kommen Fake-Token. Verkaufsversuche scheitern mit Meldungen wie „No liquidity” oder „Token not supported”.
Entscheidend ist nie der angezeigte Name, sondern die technische Kennung, also Smart-Contract-Adresse, Mint-Adresse oder Issuer-Adresse. Der echte USDT hat bekannte Adressen, etwa 0xdAC17F9… auf Ethereum.
Forensisch geprüft werden Contract, Ersteller, Gesamtmenge, Holder-Struktur, Handelsplätze, Liquidität und Erstellungszeitpunkt. Strafrechtlich ist der wertlose Token kein Vermögenswert, sondern oft Teil der Täuschungshandlung selbst.
Den Originalartikel finden Sie auf Finanz-Forensik.



