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	<title>Gesundheitsdaten Archive - R&amp;U</title>
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	<title>Gesundheitsdaten Archive - R&amp;U</title>
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		<title>Lauterbach betont die Bedeutung der Gesundheitsdaten für KI-Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen</title>
		<link>https://ru.law/lauterbach-betont-die-bedeutung-der-gesundheitsdaten-fuer-ki-innovationen-und-reformen-im-gesundheitswesen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marco Rogert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 11:48:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[E-Patientenakte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Karl Lauterbach betrachtet die Gesundheitsdaten als zentral für KI-Innovationen und zieht das Interesse von Tech-Giganten wie Google, Meta und OpenAI auf sich. Er beschrieb die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ru.law/lauterbach-betont-die-bedeutung-der-gesundheitsdaten-fuer-ki-innovationen-und-reformen-im-gesundheitswesen-2/">Lauterbach betont die Bedeutung der Gesundheitsdaten für KI-Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://ru.law">R&amp;U</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Karl Lauterbach betrachtet die Gesundheitsdaten als zentral für KI-Innovationen und zieht das Interesse von Tech-Giganten wie Google, Meta und OpenAI auf sich. Er beschrieb die elektronische Patientenakte zu Beginn als eine Quelle mit erheblichen Herausforderungen, aber dank später Einführung eröffnen sich neue technologische Möglichkeiten. Diese Ansichten äußerte er während seiner Keynote auf der Digital Health Conference des Bitkom.</p>



<p>&#8220;Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens verlief in den letzten 20 Jahren zäh. Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte am 15. Januar für 70 Millionen Versicherte wird nun ein bedeutender Fortschritt erzielt. Sie bildet das Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen und wird die Patientenversorgung dramatisch verbessern&#8221;, versprach der Bundesgesundheitsminister.</p>



<p>Aktuell werden Röntgenbilder und Arztbriefe oft noch physisch transportiert, was zu unvollständigen Informationen führen kann und die Effizienz von Arzt-Patienten-Gesprächen beeinträchtigt, die in der Regel nur vier bis sechs Minuten dauern. Laut Lauterbach haben Patienten oft Schwierigkeiten, medizinische Befunde zu verstehen und zusammenzufassen, was zu Fehldiagnosen führen kann.</p>



<p>Deutschland hat das teuerste Gesundheitssystem in Europa, jedoch gibt es laut Lauterbach erhebliche Qualitätsdefizite. &#8220;Wir haben erstmals eine Lebenserwartung, die unter dem EU-Durchschnitt liegt&#8221;, bemerkte er kritisch.</p>



<p>Karl Lauterbach strebt an, diese Defizite durch umfassende Reformen in der Digitalisierung, der Krankenhausversorgung und der Medizinforschung zu beheben. Er betonte die Bedeutung der elektronischen Patientenakte und des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ Gesundheit) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Therapiesicherheit als zentrale Elemente für zukünftige Entwicklungen im Gesundheitswesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lauterbach-uber-den-wertvollen-datenschatz-der-elektronischen-patientenakte">Lauterbach über den wertvollen Datenschatz der elektronischen Patientenakte</h3>



<p>Karl Lauterbach hebt die enorme Bedeutung der elektronischen Patientenakte (ePA) hervor, die künftig als zentrale Sammlung von Gesundheitsdaten dienen soll. In dieser Akte werden Laborbefunde, Bildgebungsdaten, Krankenhausdaten, Arzneimitteldaten, Informationen aus der Pflege und digitale Gesundheitsanwendungen routinemäßig integriert. Lauterbach betonte: &#8220;Wenn Sie sich jetzt einmal vor Augen führen, wie groß dieser Datenschatz ist – wir haben pro Jahr eine Milliarde Arzt-Patient-Kontakte in den Praxen.&#8221;</p>



<p>Dank der ePA und der Möglichkeit, der Datensammlung zu widersprechen, wächst dieser Datenschatz kontinuierlich. Besonders wichtig sei, dass der Datenschatz des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ Gesundheit) zunehmend um weitere Daten aus mehr als 400 medizinischen Registern sowie Genomdaten erweitert werde.</p>



<p>Die Krankenkassen-Abrechnungsdaten sind bereits im FDZ Gesundheit gespeichert, und künftig sollen alle Daten über eine pseudonymisierte Krankenversichertennummer miteinander verknüpft werden. Diese umfassende Datenbasis soll nicht nur individuelle Therapieentscheidungen erleichtern, sondern auch klinische Studien, epidemiologische Auswertungen und eine verbesserte Gesundheitspolitik unterstützen. Laut Lauterbach werde Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um diesen Datensatz effizient zu nutzen. Der Datensatz sei bereits von Beginn an so strukturiert, dass er &#8220;KI-ready&#8221; sei. Lauterbach ließ sich dabei von Israel beraten, um sicherzustellen, dass Datenschutz und Datennutzung optimal miteinander vereinbar sind.</p>



<p>Das Forschungsdatenzentrum ermögliche es, durch &#8220;confidential Computing&#8221; sicher auf die Daten zuzugreifen, ohne dass diese den geschützten Raum verlassen. Forscher können die Daten mit KI-Methoden auswerten, wobei der Zugang nur für den jeweiligen Forschungszweck gewährt wird. Laut Lauterbach sei es entscheidend, dass der Datensatz niemals aus diesem sicheren Umfeld entweiche.</p>



<p>Mit der Einführung der ePA und des FDZ Gesundheit ab 2025 sollen Gesundheitsdaten von der Geburt bis ins hohe Alter gesammelt werden – repräsentativ für die gesamte Bevölkerung. Lauterbach bezeichnete die ePA als das größte Digitalprojekt in der Geschichte Deutschlands und als eine bahnbrechende Innovation. Das Ziel sei es, den „größten“, „repräsentativsten“ und „interessantesten“ Gesundheitsdatensatz weltweit aufzubauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lauterbach-uber-das-weltweite-interesse-an-gesundheitsdaten-und-die-rolle-der-kunstlichen-intelligenz">Lauterbach über das weltweite Interesse an Gesundheitsdaten und die Rolle der Künstlichen Intelligenz</h3>



<p>Karl Lauterbach berichtete von dem zunehmenden Interesse führender Tech-Unternehmen an den Gesundheitsdaten, die durch die elektronische Patientenakte (ePA) und das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) gesammelt werden. Laut Lauterbach stehen Meta, OpenAI und Google bereits in Gesprächen, um ihre KI-Modelle mit diesen Daten zu trainieren und daran zu arbeiten. Dabei versicherte er, dass auch deutsche Lösungen gefördert werden, jedoch sei das internationale Interesse an diesen Daten enorm.</p>



<p>Ein weiteres Thema, das Lauterbach betonte, ist der Einsatz von KI für die frühzeitige Diagnose von Krankheiten. So könnten in Zukunft sehr frühe Stadien von Krebserkrankungen durch Fingerabdrücke, die sich in der Proteinstruktur des Blutes zeigen, erkannt werden. Besonders im Bereich der Zweitmeinungen sieht Lauterbach großes Potenzial für KI, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Dies könnte auch dazu führen, dass weniger invasive Behandlungen wie eine vollständige Chemotherapie notwendig sind, sondern gezieltere Therapien angewendet werden.</p>



<p>Lauterbach setzt ebenfalls große Hoffnungen in innovative Behandlungen wie Gentherapie und die CAR-T-Zell-Therapie. Als weitere positive Beispiele nannte er AlphaFold und EvolutionaryScales ESM3. Für die kommenden Jahre prognostiziert Lauterbach, dass 15 Millionen Babyboomer aus dem Erwerbsleben ausscheiden und zunehmend Patienten werden. Dies stellt eine Herausforderung dar, bietet aber auch die Möglichkeit, eine verbesserte und effizientere Medizin zu entwickeln.</p>



<p>Abschließend hob Lauterbach hervor, dass die Medizin als Wirtschaftszweig trotz wirtschaftlicher Stagnation in anderen Bereichen weiterhin Wachstumschancen bietet. Bereiche wie Medizin, Digitalisierung, Medizintechnologie und Pharma verzeichnen weiterhin ein positives Wachstum.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lob-von-tk-chef-fur-lauterbachs-reformen-aber-auch-kritik-an-der-digitalisierung">Lob von TK-Chef für Lauterbachs Reformen, aber auch Kritik an der Digitalisierung</h3>



<p>Jens Baas, der Chef der Techniker Krankenkasse, lobte Karl Lauterbach für die Fortschritte bei seinen Reformen, insbesondere für die Einführung des E-Rezepts, das laut Baas weitgehend erfolgreich umgesetzt wurde – abgesehen von einigen „kleinen Hakeleien“. Trotz dieser positiven Bilanz betonte Baas, dass Lauterbach viele wichtige Dinge vorangebracht habe, es jedoch entscheidend sei, die Kosten weiterhin im Blick zu behalten.</p>



<p>Kritik äußerte Baas jedoch in Bezug auf die Digitalisierung. Seiner Meinung nach sei eine „grundsätzlich andere Herangehensweise oder Denkweise“ erforderlich, um die Herausforderungen in diesem Bereich effektiv zu meistern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-diskussion-um-sichtbarkeit-der-abrechnungsdaten-und-kritik-an-digitalisierungstempo"><strong>Diskussion um Sichtbarkeit der Abrechnungsdaten und Kritik an Digitalisierungstempo</strong></h3>



<p>Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, sprach in einer Diskussion mit der Regierung eine kritische Anmerkung zur geplanten automatischen Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) mit Abrechnungsdaten aus. Diese Daten sollen künftig für jeden behandelnden Arzt sichtbar sein. Baas wies darauf hin, dass es Bedenken gab, dass sensible Informationen wie etwa eine HIV-Diagnose in der Akte angezeigt werden könnten, was zu Diskussionen führte. Er kritisierte, dass solche Überlegungen dazu führen könnten, dass Ärzte plötzlich nicht mehr auf alle notwendigen Daten zugreifen dürften. Baas bezeichnete dies als &#8220;dumme Idee&#8221; und mahnte, dass man mit solchen Diskussionen die Digitalisierung nicht vorantreiben werde. In Deutschland fehle es an einem klaren Mindset, bei dem alle, einschließlich der Skeptiker, eingebunden werden sollen.</p>



<p>In einer aktuellen Bitkom-Umfrage gaben 7 von 10 Befragten an, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu langsam voranschreite. 83 Prozent der Befragten haben jedoch den Eindruck, dass Ärzte der Digitalisierung grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen. Weiterhin sehen 77 Prozent Deutschland im internationalen Vergleich im Hintertreffen.</p>



<p>Trotz dieser Kritik lobte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom, die Fortschritte unter Lauterbachs Führung. Er hob hervor, dass mit dem Digitalgesetz und dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz in der verkürzten Legislaturperiode zwei bedeutende Projekte umgesetzt wurden, die die jahrelange Stagnation im Gesundheitswesen überwunden hätten. Rohleder sieht die Digitalisierung als Schlüssel, um das Gesundheitssystem auch in Zukunft leistungsfähig und bezahlbar zu halten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ru.law/lauterbach-betont-die-bedeutung-der-gesundheitsdaten-fuer-ki-innovationen-und-reformen-im-gesundheitswesen-2/">Lauterbach betont die Bedeutung der Gesundheitsdaten für KI-Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://ru.law">R&amp;U</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>FOCUS online &#8211; Elektronische Patientenakte birgt Datenschutz-Risiken</title>
		<link>https://ru.law/focus-online-elektronische-patientenakte-birgt-datenschutz-risiken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marco Rogert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 14:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[ePA]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsdaten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ru.law/?p=88187</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die EU-Kommission reagiert auf Kritik aus der Wirtschaft und verschiebt die Einführung des Lieferkettengesetzes um ein Jahr auf 2028. Zudem sollen Unternehmen weniger bürokratische Pflichten erfüllen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ru.law/focus-online-elektronische-patientenakte-birgt-datenschutz-risiken/">FOCUS online &#8211; Elektronische Patientenakte birgt Datenschutz-Risiken</a> erschien zuerst auf <a href="https://ru.law">R&amp;U</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dr. Marco Rogert hat im Rahmen eines <a href="https://www.focus.de/gesundheit/datenschutz-bedenken-warum-die-elektronische-patientenakte-datenschutz-risiken-birgt_id_260708482.html">Beitrags als Experte bei FOCUS Online </a>Einschätzungen zu den Datenschutzrisiken der elektronischen Patientenakte (ePA) gegeben. Die Einführung der ePA soll die medizinische Versorgung effizienter gestalten und die Kommunikation zwischen Ärzten verbessern. Es gibt jedoch erhebliche Bedenken, insbesondere hinsichtlich der geplanten Nutzung durch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ziel-der-elektronischen-patientenakte">Ziel der elektronischen Patientenakte</h2>



<p>Die Einführung der ePA wird als Meilenstein der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen gefeiert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erklärte auf der Digital Health Conference des Bitkom laut einem Bericht von &#8220;heise.de&#8221;: &#8220;Nach 20 Jahren schleppender Entwicklung haben wir eine erfolgreiche Aufholjagd hingelegt. Am 15. Januar startet die elektronische Patientenakte für 70 Millionen Versicherte. Sie ist das Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen und wird die Patientenversorgung erheblich verbessern.&#8221;</p>



<p>Lauterbach räumte ein, dass die ePA in ihrer ursprünglichen Form erhebliche Schwächen aufwies. Doch die Verzögerung habe ermöglicht, modernste technologische Lösungen zu integrieren, die das System leistungsfähiger machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-umfassender-datenschatz-entsteht">Ein umfassender Datenschatz entsteht</h2>



<p>Künftig sollen sämtliche Gesundheitsdaten automatisch in der ePA gespeichert werden: von Laborwerten und Röntgenbildern bis hin zu Medikamenteninformationen und Krankenhausaufenthalten. „Dieser Datensatz ist gigantisch – jährlich gibt es eine Milliarde Arzt-Patienten-Kontakte in Deutschland“, betonte Lauterbach. Die gesammelten Daten werden im Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) mit zusätzlichen Informationen aus über 400 medizinischen Registern und Genomdatenbanken zusammengeführt. Zudem sind die Abrechnungsdaten der Krankenkassen Teil des Systems, wobei alle Informationen über eine pseudonymisierte Krankenversichertennummer verknüpft werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einsatz-von-kunstlicher-intelligenz">Einsatz von Künstlicher Intelligenz</h2>



<p>Ein zentrales Element der ePA ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). „Dieser Datensatz wird mithilfe von KI-Systemen auswertbar gemacht“, erklärte Lauterbach. Bereits jetzt sei die Struktur der ePA so gestaltet, dass sie „KI-ready“ sei.</p>



<p>Ein zentrales Element der ePA ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). „Dieser Datensatz wird mithilfe von KI-Systemen auswertbar gemacht“, erklärte Lauterbach. Bereits jetzt sei die Struktur der ePA so gestaltet, dass sie „KI-ready“ sei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-interesse-internationaler-technologiekonzerne">Interesse internationaler Technologiekonzerne</h2>



<p>Lauterbach bestätigte diese Befürchtung indirekt. „Alle großen KI-Unternehmen interessieren sich für diesen Datenschatz“, so der Minister. Im Gespräch seien unter anderem Meta, OpenAI und Google. Die Unternehmen hätten Interesse daran, ihre Sprachmodelle mit den deutschen Gesundheitsdaten zu trainieren. Darüber hinaus sei der Gesundheitssektor eine bedeutende Wachstumsbranche. „Während viele Wirtschaftsbereiche stagnieren, erleben wir hier dynamisches Wachstum“, sagte Lauterbach.mit anderen Datenquellen könnten pseudonymisierte Gesundheitsdaten wieder einer bestimmten Person zugeordnet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-chancen-und-risiken-der-epa">Chancen und Risiken der ePA</h2>



<p>Die Vorteile der ePA liegen auf der Hand: Wichtige medizinische Dokumente wie Röntgenbilder, Befunde und Arztbriefe sind zentral und jederzeit abrufbar. Dies kann die Behandlungsqualität verbessern und Doppeluntersuchungen vermeiden.</p>



<p>Doch IT-Sicherheitsexperten haben schwerwiegende Sicherheitslücken in der ePA entdeckt. Dies ist besonders alarmierend, da es sich um hochsensible Gesundheitsdaten handelt – die möglicherweise am stärksten schutzbedürftigen Informationen eines Bürgers.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mangelhafte-datenverarbeitung-im-gesundheitswesen">Mangelhafte Datenverarbeitung im Gesundheitswesen?</h2>



<p>Zweifel an der professionellen Verarbeitung von Gesundheitsdaten bestehen bereits seit der Corona-Pandemie. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) stand in der Kritik, weil es keine verlässlichen Schnittstellen zu den Krankenkassen bereitstellte und nur unvollständige Daten zu Nebenwirkungen veröffentlichte. Während andere Länder wie die Niederlande, Dänemark oder die USA detaillierte Nebenwirkungsdatenbanken erstellten, lieferte das PEI lediglich eine fehlerhafte Excel-Tabelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-datenschutzmassnahmen-und-ihre-schwachen">Datenschutzmaßnahmen und ihre Schwächen</h2>



<p>Lauterbach versicherte, dass israelische Experten die Datensicherheit der ePA geprüft hätten und ein Gleichgewicht zwischen Datenschutz und Nutzbarkeit geschaffen worden sei. Ein zentraler Punkt sei die Nutzung von „confidential computing“, bei der Daten innerhalb eines geschützten Umfelds verarbeitet würden, ohne verschlüsselt zu sein. Doch diese Erklärung wirft Fragen auf: Wäre ein wirklich vertraulicher Datensatz nicht gerade ein verschlüsselter Datensatz?</p>



<p>Forscher können nach einem Antrag auf die Gesundheitsdaten zugreifen – nicht die Identität des Antragstellers, sondern der Forschungszweck sei entscheidend. Die Daten sollen das gesicherte Forschungsumfeld nicht verlassen. Doch wie sicher ist diese „vertrauenswürdige Umgebung“ wirklich?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lauterbachs-vision-ein-weltweit-fuhrender-gesundheitsdatensatz">Lauterbachs Vision: Ein weltweit führender Gesundheitsdatensatz</h2>



<p>Der Minister sieht die ePA als das bedeutendste Digitalprojekt in Deutschland und als Sprunginnovation. Sein Ziel: den größten und umfassendsten Gesundheitsdatensatz weltweit aufzubauen.</p>



<p>Nach den bisherigen Erfahrungen mit Sicherheitsmängeln in der ePA und der ineffektiven Datenverwaltung des PEI gibt es jedoch berechtigte Sorgen: Sind die Gesundheitsdaten von 70 Millionen Versicherten wirklich ausreichend geschützt?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-diskussion-merz-will-finanzielle-anreize-schaffen">Politische Diskussion: Merz will finanzielle Anreize schaffen</h2>



<p>Nicht nur Lauterbach verfolgt ehrgeizige Pläne für die ePA. CDU-Chef Friedrich Merz brachte die Idee ins Spiel, Versicherte finanziell zu belohnen, wenn sie ihre Daten der ePA anvertrauen. Dadurch könne das Gesundheitssystem effizienter genutzt werden.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-8c88a3b3"><h2 class="uagb-heading-text">Kritik von IT-Experten</h2></div>



<p>Laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ warnen IT-Spezialisten vor erheblichen Sicherheitsrisiken. Organisierte Kriminalität könnte Patientendaten in großem Stil stehlen. Auch Geheimdienste hätten Interesse an diesen sensiblen Informationen. Der Chaos Computer Club demonstrierte kürzlich auf einer Konferenz, wie einfach Sicherheitslücken ausgenutzt werden können.</p>



<p>„Experten haben wiederholt auf Sicherheitsrisiken hingewiesen“, sagte IT-Fachmann Manuel Atug. „Dennoch wurden nur minimale Verbesserungen vorgenommen. Das verantwortliche Ministerium zeigt sich beratungsresistent.&#8221;</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-2a9f1f6c"><h2 class="uagb-heading-text">Opt-out-Verfahren und Datenschutzbedenken</h2></div>



<p>Die ePA wird per Opt-out-Verfahren eingeführt – wer nicht widerspricht, erhält automatisch eine digitale Patientenakte. Privatversicherte hingegen müssen die ePA aktiv beantragen.</p>



<p>Datenschutzrechtlich ist dies problematisch. Die DSGVO fordert für Gesundheitsdaten eine ausdrückliche Zustimmung. Hier jedoch wird eine datenschutzfeindliche Widerspruchslösung angewandt, die vielen Versicherten nicht bewusst sein dürfte.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-bf75e7e9"><h2 class="uagb-heading-text">Mögliche Missbrauchsszenarien</h2></div>



<p>Experten sehen vier Hauptszenarien, in denen die ePA missbraucht werden könnte:</p>



<p><strong>Entschlüsselung pseudonymisierter Daten</strong>: Mit dem passenden Schlüssel könnten Daten re-identifiziert werden.</p>



<p><strong>Fehlerhafte Anonymisierung</strong>: In Befunden oder Röntgenbildern könnten versehentlich Namen oder andere Identifikationsmerkmale erhalten bleiben.</p>



<p><strong>Datenrekonstruktion</strong>: Durch die Kombination umfangreicher Informationen könnten Einzelpersonen identifiziert werden.</p>



<p><strong>Nachverfolgung über Leistungserbringer</strong>: Ein bestimmter Arztbesuch könnte Rückschlüsse auf die Identität einer Person zulassen.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-ebf9a309"><h2 class="uagb-heading-text">Folgen einer Datenpanne</h2></div>



<p>Falls Gesundheitsdaten in falsche Hände geraten, drohen schwerwiegende Konsequenzen von unerwünschter Werbung für Medikamente bis hin zu Arbeitsplatzverlust, Ablehnung von Krediten oder Versicherungen, Erpressbarkeit durch Dritte oder soziale Ausgrenzung.</p>



<div class="wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-5febcc77"><h2 class="uagb-heading-text">Wie kann man sich wehren?</h2></div>



<p>Betroffene können der ePA widersprechen oder gespeicherte Daten löschen lassen. Zudem bestehen rechtliche Möglichkeiten, sich gegen die Weitergabe der Daten an ausländische Unternehmen zur Wehr zu setzen.</p>



<p></p>
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		<title>Lauterbach betont die Bedeutung der Gesundheitsdaten für KI-Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen</title>
		<link>https://ru.law/lauterbach-betont-die-bedeutung-der-gesundheitsdaten-fuer-ki-innovationen-und-reformen-im-gesundheitswesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marco Rogert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 13:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[E-Patientenakte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Karl Lauterbach betrachtet die Gesundheitsdaten als zentral für KI-Innovationen und zieht das Interesse von Tech-Giganten wie Google, Meta und OpenAI auf sich. Er beschrieb die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ru.law/lauterbach-betont-die-bedeutung-der-gesundheitsdaten-fuer-ki-innovationen-und-reformen-im-gesundheitswesen/">Lauterbach betont die Bedeutung der Gesundheitsdaten für KI-Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://ru.law">R&amp;U</a>.</p>
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<p>Karl Lauterbach betrachtet die Gesundheitsdaten als zentral für KI-Innovationen und zieht das Interesse von Tech-Giganten wie Google, Meta und OpenAI auf sich. Er beschrieb die elektronische Patientenakte zu Beginn als eine Quelle mit erheblichen Herausforderungen, aber dank später Einführung eröffnen sich neue technologische Möglichkeiten. Diese Ansichten äußerte er während seiner Keynote auf der Digital Health Conference des Bitkom.</p>



<p>&#8220;Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens verlief in den letzten 20 Jahren zäh. Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte am 15. Januar für 70 Millionen Versicherte wird nun ein bedeutender Fortschritt erzielt. Sie bildet das Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen und wird die Patientenversorgung dramatisch verbessern&#8221;, versprach der Bundesgesundheitsminister.</p>



<p>Aktuell werden Röntgenbilder und Arztbriefe oft noch physisch transportiert, was zu unvollständigen Informationen führen kann und die Effizienz von Arzt-Patienten-Gesprächen beeinträchtigt, die in der Regel nur vier bis sechs Minuten dauern. Laut Lauterbach haben Patienten oft Schwierigkeiten, medizinische Befunde zu verstehen und zusammenzufassen, was zu Fehldiagnosen führen kann.</p>



<p>Deutschland hat das teuerste Gesundheitssystem in Europa, jedoch gibt es laut Lauterbach erhebliche Qualitätsdefizite. &#8220;Wir haben erstmals eine Lebenserwartung, die unter dem EU-Durchschnitt liegt&#8221;, bemerkte er kritisch.</p>



<p>Karl Lauterbach strebt an, diese Defizite durch umfassende Reformen in der Digitalisierung, der Krankenhausversorgung und der Medizinforschung zu beheben. Er betonte die Bedeutung der elektronischen Patientenakte und des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ Gesundheit) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Therapiesicherheit als zentrale Elemente für zukünftige Entwicklungen im Gesundheitswesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lauterbach-uber-den-wertvollen-datenschatz-der-elektronischen-patientenakte">Lauterbach über den wertvollen Datenschatz der elektronischen Patientenakte</h3>



<p>Karl Lauterbach hebt die enorme Bedeutung der elektronischen Patientenakte (ePA) hervor, die künftig als zentrale Sammlung von Gesundheitsdaten dienen soll. In dieser Akte werden Laborbefunde, Bildgebungsdaten, Krankenhausdaten, Arzneimitteldaten, Informationen aus der Pflege und digitale Gesundheitsanwendungen routinemäßig integriert. Lauterbach betonte: &#8220;Wenn Sie sich jetzt einmal vor Augen führen, wie groß dieser Datenschatz ist – wir haben pro Jahr eine Milliarde Arzt-Patient-Kontakte in den Praxen.&#8221;</p>



<p>Dank der ePA und der Möglichkeit, der Datensammlung zu widersprechen, wächst dieser Datenschatz kontinuierlich. Besonders wichtig sei, dass der Datenschatz des Forschungsdatenzentrums Gesundheit (FDZ Gesundheit) zunehmend um weitere Daten aus mehr als 400 medizinischen Registern sowie Genomdaten erweitert werde.</p>



<p>Die Krankenkassen-Abrechnungsdaten sind bereits im FDZ Gesundheit gespeichert, und künftig sollen alle Daten über eine pseudonymisierte Krankenversichertennummer miteinander verknüpft werden. Diese umfassende Datenbasis soll nicht nur individuelle Therapieentscheidungen erleichtern, sondern auch klinische Studien, epidemiologische Auswertungen und eine verbesserte Gesundheitspolitik unterstützen. Laut Lauterbach werde Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um diesen Datensatz effizient zu nutzen. Der Datensatz sei bereits von Beginn an so strukturiert, dass er &#8220;KI-ready&#8221; sei. Lauterbach ließ sich dabei von Israel beraten, um sicherzustellen, dass Datenschutz und Datennutzung optimal miteinander vereinbar sind.</p>



<p>Das Forschungsdatenzentrum ermögliche es, durch &#8220;confidential Computing&#8221; sicher auf die Daten zuzugreifen, ohne dass diese den geschützten Raum verlassen. Forscher können die Daten mit KI-Methoden auswerten, wobei der Zugang nur für den jeweiligen Forschungszweck gewährt wird. Laut Lauterbach sei es entscheidend, dass der Datensatz niemals aus diesem sicheren Umfeld entweiche.</p>



<p>Mit der Einführung der ePA und des FDZ Gesundheit ab 2025 sollen Gesundheitsdaten von der Geburt bis ins hohe Alter gesammelt werden – repräsentativ für die gesamte Bevölkerung. Lauterbach bezeichnete die ePA als das größte Digitalprojekt in der Geschichte Deutschlands und als eine bahnbrechende Innovation. Das Ziel sei es, den „größten“, „repräsentativsten“ und „interessantesten“ Gesundheitsdatensatz weltweit aufzubauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lauterbach-uber-das-weltweite-interesse-an-gesundheitsdaten-und-die-rolle-der-kunstlichen-intelligenz">Lauterbach über das weltweite Interesse an Gesundheitsdaten und die Rolle der Künstlichen Intelligenz</h3>



<p>Karl Lauterbach berichtete von dem zunehmenden Interesse führender Tech-Unternehmen an den Gesundheitsdaten, die durch die elektronische Patientenakte (ePA) und das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) gesammelt werden. Laut Lauterbach stehen Meta, OpenAI und Google bereits in Gesprächen, um ihre KI-Modelle mit diesen Daten zu trainieren und daran zu arbeiten. Dabei versicherte er, dass auch deutsche Lösungen gefördert werden, jedoch sei das internationale Interesse an diesen Daten enorm.</p>



<p>Ein weiteres Thema, das Lauterbach betonte, ist der Einsatz von KI für die frühzeitige Diagnose von Krankheiten. So könnten in Zukunft sehr frühe Stadien von Krebserkrankungen durch Fingerabdrücke, die sich in der Proteinstruktur des Blutes zeigen, erkannt werden. Besonders im Bereich der Zweitmeinungen sieht Lauterbach großes Potenzial für KI, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Dies könnte auch dazu führen, dass weniger invasive Behandlungen wie eine vollständige Chemotherapie notwendig sind, sondern gezieltere Therapien angewendet werden.</p>



<p>Lauterbach setzt ebenfalls große Hoffnungen in innovative Behandlungen wie Gentherapie und die CAR-T-Zell-Therapie. Als weitere positive Beispiele nannte er AlphaFold und EvolutionaryScales ESM3. Für die kommenden Jahre prognostiziert Lauterbach, dass 15 Millionen Babyboomer aus dem Erwerbsleben ausscheiden und zunehmend Patienten werden. Dies stellt eine Herausforderung dar, bietet aber auch die Möglichkeit, eine verbesserte und effizientere Medizin zu entwickeln.</p>



<p>Abschließend hob Lauterbach hervor, dass die Medizin als Wirtschaftszweig trotz wirtschaftlicher Stagnation in anderen Bereichen weiterhin Wachstumschancen bietet. Bereiche wie Medizin, Digitalisierung, Medizintechnologie und Pharma verzeichnen weiterhin ein positives Wachstum.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lob-von-tk-chef-fur-lauterbachs-reformen-aber-auch-kritik-an-der-digitalisierung">Lob von TK-Chef für Lauterbachs Reformen, aber auch Kritik an der Digitalisierung</h3>



<p>Jens Baas, der Chef der Techniker Krankenkasse, lobte Karl Lauterbach für die Fortschritte bei seinen Reformen, insbesondere für die Einführung des E-Rezepts, das laut Baas weitgehend erfolgreich umgesetzt wurde – abgesehen von einigen „kleinen Hakeleien“. Trotz dieser positiven Bilanz betonte Baas, dass Lauterbach viele wichtige Dinge vorangebracht habe, es jedoch entscheidend sei, die Kosten weiterhin im Blick zu behalten.</p>



<p>Kritik äußerte Baas jedoch in Bezug auf die Digitalisierung. Seiner Meinung nach sei eine „grundsätzlich andere Herangehensweise oder Denkweise“ erforderlich, um die Herausforderungen in diesem Bereich effektiv zu meistern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-diskussion-um-sichtbarkeit-der-abrechnungsdaten-und-kritik-an-digitalisierungstempo"><strong>Diskussion um Sichtbarkeit der Abrechnungsdaten und Kritik an Digitalisierungstempo</strong></h3>



<p>Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, sprach in einer Diskussion mit der Regierung eine kritische Anmerkung zur geplanten automatischen Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) mit Abrechnungsdaten aus. Diese Daten sollen künftig für jeden behandelnden Arzt sichtbar sein. Baas wies darauf hin, dass es Bedenken gab, dass sensible Informationen wie etwa eine HIV-Diagnose in der Akte angezeigt werden könnten, was zu Diskussionen führte. Er kritisierte, dass solche Überlegungen dazu führen könnten, dass Ärzte plötzlich nicht mehr auf alle notwendigen Daten zugreifen dürften. Baas bezeichnete dies als &#8220;dumme Idee&#8221; und mahnte, dass man mit solchen Diskussionen die Digitalisierung nicht vorantreiben werde. In Deutschland fehle es an einem klaren Mindset, bei dem alle, einschließlich der Skeptiker, eingebunden werden sollen.</p>



<p>In einer aktuellen Bitkom-Umfrage gaben 7 von 10 Befragten an, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu langsam voranschreite. 83 Prozent der Befragten haben jedoch den Eindruck, dass Ärzte der Digitalisierung grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen. Weiterhin sehen 77 Prozent Deutschland im internationalen Vergleich im Hintertreffen.</p>



<p>Trotz dieser Kritik lobte Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom, die Fortschritte unter Lauterbachs Führung. Er hob hervor, dass mit dem Digitalgesetz und dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz in der verkürzten Legislaturperiode zwei bedeutende Projekte umgesetzt wurden, die die jahrelange Stagnation im Gesundheitswesen überwunden hätten. Rohleder sieht die Digitalisierung als Schlüssel, um das Gesundheitssystem auch in Zukunft leistungsfähig und bezahlbar zu halten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ru.law/lauterbach-betont-die-bedeutung-der-gesundheitsdaten-fuer-ki-innovationen-und-reformen-im-gesundheitswesen/">Lauterbach betont die Bedeutung der Gesundheitsdaten für KI-Innovationen und Reformen im Gesundheitswesen</a> erschien zuerst auf <a href="https://ru.law">R&amp;U</a>.</p>
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		<title>Merz: Ermäßigung von 10 Prozent bei Krankenkassenbeiträgen für Datenbereitsteller</title>
		<link>https://ru.law/merz-ermaessigung-von-10-prozent-bei-krankenkassenbeitraegen-fuer-datenbereitsteller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marco Rogert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 11:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[E-Patientenakte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einführung der &#8220;E-Patientenakte für alle&#8221; weckt Begehrlichkeiten. Laut Merz (CDU) könnte Privatsphäre künftig kostenpflichtig werden. Wer Bedenken hinsichtlich des Schutzes seiner Daten hat, müsste [&#8230;]</p>
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<p>Die Einführung der &#8220;E-Patientenakte für alle&#8221; weckt Begehrlichkeiten. Laut Merz (CDU) könnte Privatsphäre künftig kostenpflichtig werden. Wer Bedenken hinsichtlich des Schutzes seiner Daten hat, müsste dafür tief in die Tasche greifen. Der Start der &#8220;elektronischen Patientenakte für alle&#8221; lässt zunehmend erahnen, in welche Richtung es mit den Gesundheitsdaten gehen könnte. Während Polizeibehörden Zugang zu diesen Daten im Rahmen der Strafverfolgung anstreben, schlägt Friedrich Merz (CDU) in einer Wahlkampfrede vor, dass diejenigen, die ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen, finanziell profitieren könnten. Obwohl dieser Vorschlag nicht Teil des Wahlprogramms ist, lässt er die Idee durchblicken und gibt potenziellen Wählern einen Einblick in seine Überlegungen.</p>



<p>Merz erklärte, dass diejenigen, die ihre gesamten Gesundheitsdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte speichern, 10 Prozent weniger Krankenversicherungsbeiträge zahlen würden als diejenigen, die Bedenken haben und ihre Daten nicht teilen möchten. Diese Aussage stieß auf Kritik, unter anderem von der Sicherheitsforscherin Bianca Kastl auf Mastodon. Sie warnt, dass finanzielle Anreize zum Speichern von Gesundheitsdaten nur dazu führen würden, bestehende Ungleichheiten im Gesundheitswesen zu verstärken. Menschen ohne diskriminierte Diagnosen könnten von Ersparnissen profitieren, während diejenigen, die nicht das Vertrauen haben, ihre Gesundheitsdaten digital preiszugeben, zusätzlich finanziell belastet werden. Kastl sieht darin einen Teufelskreis, der vor allem Menschen mit stigmatisierenden Krankheiten betrifft, die für den Schutz ihrer Privatsphäre nun auch noch extra zahlen müssten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-datenschatze-im-fokus-merz-und-microsoft-uber-die-nutzung-von-daten-fur-produktivitatssteigerungen">Datenschätze im Fokus: Merz und Microsoft über die Nutzung von Daten für Produktivitätssteigerungen</h3>



<p>Laut Merz wird in der Debatte um Datenschutz häufig mehr gesprochen als über die Nutzung von Daten, obwohl die Bevölkerung in diesem Bereich bereits weiter ist als die Politik. In diesem Zusammenhang erwähnte der Kanzlerkandidat der CDU/CSU ein Gespräch mit Microsoft-Chef Satya Nadella während des vergangenen Weltwirtschaftsforums. Nadella erklärte dabei, dass der deutsche Mittelstand in seinen Unternehmen einen &#8220;großen Schatz&#8221; an Daten besitze – von denen, die in der Produktion, im Vertrieb, im Einkauf, im Personalmanagement und in vielen anderen Bereichen gesammelt werden. Wenn diese Daten richtig in Kombination mit Künstlicher Intelligenz genutzt werden, könnten Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Allerdings bleibt unklar, wie sich diese Erkenntnisse auf die Nutzung von Gesundheitsdaten übertragen lassen. Klar ist jedoch, dass Microsoft auch in Deutschland mit Programmen wie Dragon Ambient Experience werbt und seine Software zunehmend in Krankenhäusern eingesetzt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kostet-datenschutz-bald-extra">Kostet Datenschutz bald extra?</h3>



<p>Bereits in der Vergangenheit hatten Experten angemerkt, dass Versicherte ihre Daten an die Krankenkassen verkaufen könnten, wie der Tagesspiegel Background berichtete. Diese Daten gelten als besonders wertvoll. Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte immer wieder auf den ungenutzten und wachsenden Datenschatz hingewiesen, der mit der elektronischen Patientenakte und dem Forschungsdatenzentrum Gesundheit verbunden ist – ein Schatz, an dem auch Microsoft Interesse habe. Lauterbach verfolgt mit einer einzigartigen Dateninfrastruktur das Ziel, Deutschland wieder an die Weltspitze zu bringen. Im Rahmen seiner Pharmastrategie hatte der Minister neben dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) auch das Medizinforschungsgesetz eingeführt, um dafür zu sorgen, dass Pharmaunternehmen ihre Standorte wieder in Deutschland ansiedeln.</p>
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